mein Weg

1975 wurde ich geboren. Meine Eltern züchteten damals Zwergpinscher. So wuchs ich von Anfang an mit Hunden auf. Einer der Welpen aus einem Wurf hat es mir sehr angetan, er tanzte etwas aus der Reihe und sah aus wie ein Teddybär, er hatte ein sehr flauschiges Fell und sah einfach zauberhaft aus. Teddy nannte ich ihn, er war mein Ein und Alles

Anfang der 1980er Jahre lösten meine Eltern die Zwergpinscher Zucht auf. Aber da einige unserer Nachbarn Hunde hatten, verbrachte ich weiterhin viel Zeit mit diesen Hunden.
Einer der Nachbarn hatte eine Kleine Münsterländerin, welche mehrere Würfe haben durfte. Ich genoss es, sehr viel Zeit mit der Mutterhündin und deren Welpen verbringen zu dürfen.

Meinen ersten eigenen Hund hatte ich dann 1992. Es war ein Appenzeller, der letzte aus dem Wurf, und hiess Blässi. Da niemand ihn wollte, wollte der Landwirt ihn töten. Das konnte ich nicht zulassen und nahm ihn bei mir auf. Blässi war ein sehr ängstlicher Hund, dem es durch seine Ängste sehr schwer fiel die Welt zu entdecken. Doch an meiner Seite und mit meiner Hilfe schafften wir alle Hürden. Leider lebte Blässi nur 1,5 Jahre an meiner Seite, denn er war schwer Nierenkrank.

Da ich mir ein Leben ohne Hund nicht vorstellen kann, zog 1994 Sammy ein, ein Deutscher Schäferhund mal Irish Setter Mischling. In dem Wurf waren 14 Welpen, und Sammy war einer derjenigen die mit der Flasche aufgezogen wurden. Er war ein sehr selbstsicherer souveräner Rüde. Im Januar 2007 starb er völlig unerwartet an einer Magendrehung.

2003 kam zu Sammy noch Luna dazu. Eine schwer traumatisierte Greyhündin die zuvor 8 Jahre in Barcelona auf der Rennbahn rennen lief. Luna fand sich in unserer Welt anfangs überhaupt nicht zurecht, was nicht verwunderlich war, da sie ein normales Rudelleben nicht gewohnt war. Sie verkroch sich im obersten Stock des Hauses in die dunkelste Ecke. Ich richtete ihr dort ihren Ruheplatz ein, und wir gaben ihr die Zeit die sie brauchte. Nach 4 Monaten passierte es, sie suchte plötzlich eines Abends unsere Nähe, kam selbständig aus ihrem "Versteck" heraus, und legte sich (im Wohnzimmer lag immer eine Decke für sie bereit) wie selbstverständlich auf ihre Decke. Luna blühte langsam aber sicher auf. Sie bekam ein wunderschönes dichtes Fell, wo vorher nur Flaum war und baute eine tiefe -auf Vertrauen basierende- Bindung zu mir auf. 2009 starb Luna an Knochenkrebs.

2005 zog zu Sammy und Luna auch noch Ginger, eine Galga bei uns ein. Auch sie kam von Spanien. Sie lebte dort 2 Jahre bei einem Jäger, bevor sie "ausgemustert" wurde. Ginger war eine wunderbare sehr soziale Hündin die mit ihrem Charme jeden um den Finger wickelte.
Trotz ihrer Vorgeschichte war sie ein sehr Menschenbezogener Hund. Gemeinsam absolvierten wir die Ausbildung zum Therapiehundeteam bei Therapiehunde Schweiz. 4 Jahre waren wir anschliessend in Pflegeheimen auf der Demenzstation im Einsatz, bevor Ginger herzkrank wurde und in Pension ging. Ginger wusste wie man die Menschen zum Strahlen bringt und zauberte vielen ein Lächeln ins Gesicht.
2014 starb Ginger an Herzversagen, 2 Monate nachdem ihr ein bösartiger Lebertumor entfernt wurde.

2007 zog Ricco, ein Pitbull Terrier, bei uns ein. Er war damals süsse 6 Wochen alt, als wir ihn zum ersten mal besuchten. Als süsser kleiner Wonneproppen zog er mit 9 Wochen bei uns ein. Wir besuchten gemeinsam die Welpenspielgruppe und begannen anschliessend in den Sparten Begleithund und Agility zu arbeiten, wo wir an diversen Prüfungen teilnahmen. Ricco fand das Arbeiten unter Prüfungsdruck und -stress nicht so prickelnd, was er mir klar zu verstehen gab. Ricco ist ein pflichtbewusster Perfektionist. Er zeigt mir jeden Tag aufs Neue was wichtig ist: Das Leben in vollen Zügen zu geniessen, und GEMEINSAM Spass zu haben, voller Begeisterung und Tatendrang.

2015 zog Layra -eine 8 Wochen alte Miniatur Bullterrier Hündin- bei uns ein.
Sie ist die erste Hündin die nicht vom Tierschutz kommt. Sie stammt aus einer Zucht in Aachen/Deutschland, und als sie 3 Wochen alt war habe ich sie zum ersten Mal besucht.
Layra weiss ganz genau was sie möchte, sie kennt ihren Weg und möchte diesen gradlinig und selbständig gehen.
Layra und ich lernen jeden Tag unaufhörlich voneinander.