!!! ACHTUNG!!!

HUNDGERECHT bleibt vom 15. Juli bis 05. August geschlossen.

Anfragen während dieser Zeit können erst ab 08. August beantworten werden.

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NATURAL DOGMANSHIP® Hundeschule

Natural Dogmanship® ist eine ganzheitliche Betrachtungsweise, die auf pädagogischen und entwicklungspsychologischen Prinzipien basiert. Unsere Hunde ganzheitlich zu sehen, ihre Persönlichkeit zu akzeptieren, ihren Veranlagungen (art)gerecht zu werden ...das möchte Natural Dogmanship® (kurz ND®), entwickelt von Jan Nijboer, erreichen. 

Die Instinktveranlagung des Hundes wird dabei als Kapital für seine Erziehung gesehen und ist somit eine Bereicherung für die Mensch-Hund-Beziehung. Unsere Sichtweise der Tierart Hund ist entscheidend dafür, wie wir mit Hunden umgehen. ND® fordert Respekt vor dem Hund und die Bereitschaft der Menschen umzudenken.

Ethologie, Neurobiologie, Environmental Behavioral Enrichment (kurz EBE) und Kommunikation -ineinander greifend- formen die Basis dieser ganzheitlichen Hundeerziehung.

EBE ist ein wichtiges Prinzip innerhalb von Natural Dogmanship®. Es bedeutet Umgebungs- und Verhaltensbereicherung, ist bereits seit über 40 Jahren in der Zoo- und Nutztierhaltung bekannt und wird dort angewandt. Zoologen und Zoologinnen gehen davon aus, dass bei keinem einzigen Lebewesen das natürliche Nahrungssuch- und Erwerbsverhalten komplett wegzuzüchten ist. Unser Hund stellt hier keine Ausnahme dar. Statt spazieren zu gehen, würde er lieber auf bio-logische Weise unterwegs sein - z.B. "EBEn" Nahrung suchen.

Kernelement ist, dass der Mensch als Verantwortliche Person die Elternrolle gegenüber seinem Schützling Hund einnimmt, die Sicherheit des Hundes gewährleistet, dem Hund (aus Hundesicht) lebenspraktische Fertigkeiten beibringt und somit zum Vorbild für den Hund wird, an welchem sich der Hund gerne orientiert.

Lieben Sie Ihren Hund. Damit ist gemeint, dass Sie seine Persönlichkeit akzeptieren sollten. Und natürlich nicht, dass Sie all seine Verhaltensweisen billigen müssen. Als Erzieher bzw. Erzieherin haben Sie die Möglichkeit, seine Persönlichkeit mitzuformen. Ihrem Hund Sicherheit und Geborgenheit zu geben, gehört genauso wie fü(h)rsorgliches Verhalten zu den erzieherischen Aufgabenbereichen des Menschen.

Das soziale Lernen, Lernen durch Vorbild, auf Basis der Lernpsychologie steht zentral. Dabei wird auf die intrinsische Motivation (von sich aus motiviert) und nicht auf die extrinsische Motivation (durch Leckerchengabe) gesetzt.

Unterordnung nur um der Unterordnung willen - das gibt es bei Natural Dogmanship® für das Familienmitglied Hund nicht. Sich an seiner Bezugsperson zu orientieren, sollte für Hunde stets Sinn ergeben. Ein harmonisches Miteinander von Mensch und Hund ist nur möglich, wenn die Bedürfnisse beider befriedigt werden. Natural Dogmanship® ist keine Gebrauchsanweisung für Ihren Hund: Hier werden unerwünschte Verhaltensweisen nicht einfach „abgestellt“. Stattdessen werden gemeinsam mit Ihnen die Ursachen für das Verhalten Ihres Hundes ergründet. 

Das Ziel ist es, nicht den Hund an die Bedürfnisse des Menschen anzupassen, sondern dem Menschen zu vermitteln wie er den artspezifischen Bedürfnissen des Hundes gerecht werden kann. Dabei wird auf das Instinktverhalten des Beutegreifer Hund eingegangen, statt dieses zu unterdrücken.

Ist der Mensch bereit sich die Welt aus Sicht des Hundes anzuschauen, kann er ihn besser verstehen. Die menschliche Betrachtungsweise ist kulturbedingt geprägt, wenn es um das Tier Hund geht. Sich auf die Natur des Hundes einzulassen, kollidiert oft mit diesem Bild. So werden artspezifische Verhaltensformen oft als Problem, ja sogar fälschlicherweise als Verhaltensstörung interpretiert. Sich von kulturbedingten Denkweisen und herkömmlichen Umgangsformen zu lösen, ist die größte Herausforderung bei Natural Dogmanship®. Es erleichtert jedoch das Zusammenleben von Mensch und Hund erheblich, und anstelle der lieb gewonnenen Traumvorstellungen kommt eine völlig andere Dimension in der Beziehung zu Ihrem Hund zur Geltung.

Entdecken Sie die persönlichen Vorlieben Ihres Hundes und geben Sie ihm die Möglichkeit, diese weiterzuentwickeln. Haben Sie z.B. einen Hund der dazu neigt, mit seiner Nase am Boden zu kleben und alle Gerüche mit seiner Nase aufzusaugen, so würde sich eventuell Fährtenarbeit als eine geeignete Beschäftigung anbieten. Haben Sie einen Hund, der eine hütehundähnliche Veranlagung hat und deswegen stark auf Bewegungsreize reagiert? Er könnte vielleicht Spaß an Treibball haben. Ist Ihr Hund ein typischer Sichtjäger (z. B. Windhund) oder Vorstehhund, kann er mit einem Hetzjagdspiel gut ausgelastet werden. Stöbert Ihr Hund gerne, dann wäre "Flächensuche" in Form von "Revieren" vielleicht sein Faible. Diese Aufzählung kann natürlich beliebig erweitert werden. Bieten Sie Ihrem Hund eine Palette von Variationen an und finden Sie auf diese Weise heraus, wo seine Talente liegen.

Um Hunde artgerecht erziehen zu können, muss man sie verstehen und wissen, was den Hund zum Hund macht.

Hunde fühlen sich -genau so wie wir Menschen- angenommen, wenn sie sich in ihrem sozialen Familienverband verstanden fühlen, und auch werden.